Unsere Künstler
Sabine Weiss
Sabine Weiss ist eine Human-Fotografin, begeistert von Menschen, deren Gefühle sie einzufangen sucht. Sie realisierte Portraits von den Großen aus Musik, Literatur und Kunst ... 1987 wurde sie zum Chevalier des Arts et Lettres und 1999 zum Officier des Arts et Lettres ernannt.
Biografie
Entscheidende Begegnungen
Nach ihrem Fotografiestudium in Genf, bei Frédéric Boissennas zog Sabine Weiss nach Paris, wo sie als Fotoassistentin von Modefotograf Willy Maywald arbeitete. Sie erzählt diese Epoche mit den folgenden Worten: „Als ich nach Paris kam, konnte ich bei Maywald arbeiten, an den mich ein Freund empfohlen hatte [...] Mit ihm begriff die Wichtigkeit des natürlichen Lichts [...] als Quelle von Gefühlen.“
1950 wurde sie freiberufliche Fotografin. Ihre Begegnung mit Robert Doisneau in den Büros der Vogue war entscheidend, denn sie steht für ihren Beitritt in die Agentur Rapho, der Doisneau, wie auch Willy Ronis und Édouard Boubat angehörten.
Im gleichen Jahr heiratete sie den amerikanischen Maler Hugh Weiss und freundete sich mit Persönlichkeiten aus der Künstlerszene, wie Jean Cocteau oder Maurice Utrillo an.
1961 endete ihr Vertrag mit Vogue.
Sabine Weiss hat viel die Welt bereist und zahlreiche Reportagen in mehreren Magazinen, wie Time, Life, Newsweek, Town and Country, Holiday und Paris Match veröffentlicht.
1955 suchte Edward Steichen drei ihrer Fotografien für die Ausstellung The Family of Man aus.
Eine Human-Fotografin
Sabine Weiss liebt es Menschen in ihrem alltäglichen Leben zu fotografieren. Sie versucht ihre Gefühle in ihren Fotografien einzufangen: „Ich fotografiere, um das Vergängliche zu bewahren, den Zufall festzuhalten, auf Bild festzuhalten, was verschwinden wird: Gesten, Attitüden, Dinge, die von unserer Präsenz zeugen. Der Apparat sammelt sie ein, fixiert sie im selben Moment, in dem sie verschwinden. […] Ich liebe diesen konstanten Dialog zwischen mir, meiner Kamera und meinem Sujet; was mich von einigen anderen Fotografen unterscheidet, die diesen Dialog nicht suchen und es bevorzugen zu ihrem Sujet eine gewisse Distanz einzuhalten.“
Ihr Werk gehört zu dem so genannten Stil des "fotografischen Humanismus": „Licht, Gesten, Blicke, Bewegungen, Ruhe, Erholung, Strenge, Entspannung, ich würde all das in diesen Moment reinpacken wollen, damit sich das Wichtigste des Menschen mit einem Minimum an Mitteln ausdrücken kann.“
Veröffentlichungen
Das Buch "Sabine Weiss" präsentiert 200 sinnbildliche Fotografien der Künstlerin.
2008 veröffentlichte Sabine Weiss in Zusammenarbeit mit Reporters sans frontières (Reporter ohne Grenzen) "100 photos de Sabine Weiss pour la liberté de la presse".
Werke
Die Fotografien von Sabine Weiss werden in den Kollektionen mehrer Museen auf der ganzen Welt präsentiert:
- Museum of Modern Art, New York (MoMA) und in Kyoto
- Metropolitan Museum of Art , New York
- Art Institute of Chicago
- Musée de l'Élysée, Lausanne
- Centre Georges-Pompidou, Paris
- Maison européenne de la photographie, Paris
- Kunsthaus Zürich
- Musée français de la photographie
Nützliche Links
Zwei große Bücher:
Le livre des photographies de l'année 2008 (Das Buch der Fotografien des Jahres 2008)
100 photos de Sabine Weiss pour la liberté de la presse (100 Fotos von Sabine Weiss für die Pressefreiheit)
Die Produkte von Sabine Weiss bei Nouvelles Images
> Poster und Kunstdrucke
> Postkarten
Identität
Nationalität(en) : Französisch, Schweizerisch
Geboren am : Née en 1964
Profil : Zeichner
Künstlerischer Stil : Human-Fotografie , Fotojournalismus
Behandelte Themen : Berühmtheiten, Portraits - Personen