Unsere Künstler
Raoul Dufy
Der große Kolorist Raoul Dufy hat uns ein beeindruckendes Werk hinterlassen: 2000 Malereien, zweimal so viele Aquarelle und zahlreiche Zeichnungen, Gravuren, Illustrationen, Keramiken und Modelle von Stoffdrucken. Seine eigensinnige Suche nach Farbe und Licht haben einen einzigartigen Stil hervorgebracht. Die Heiterkeit und Lebenslust, die Dufy in seinen Werken zum Ausdruck bringt, haben ihm den Spitznamen "Maler der Freude" eingebracht.
Biografie
Erste Einflüsse
Nach seinem Studiums an der École des Beaux-Arts in Le Havre und an der École des Beaux-Arts in Paris wurde Raoul Dufy zunächst von den Impressionisten und besonders von Eugène Boudin, der wie Dufy aus Le Havre stammt, beeinflusst. Ab 1904/1905 faszinierte ihn das Gemälde "Luxe, calme et volupté" von Matisse, was Dufy auf den Fauvismus brachte. Es war die Epoche der "Vieilles maisons sur le bassin"
von Honfleur und der "Nu rose au fauteuil vert ou Claudine de dos" (1906). Vom Fauvismus behielt Raoul Dufy die Suche nach der Einfachheit, die Klarheit des Sujets und die strahlenden Farben. Danach, ab 1907, inspirierte ihn Cézanne. Mit George Braque brach er zum Estaque auf, um zu versuchen das Werk des Malers zu verstehen. Unter dem Einfluss vom Kubismus malte er "Barques à Martigues" und "Bateaux à quai dans le port de Marseille" (1908).
Der Dufy Stil
Im Gemälde "Jardin abandonné", 1913, entdeckt man die ersten Anfänge was die spätere Einzigartigkeit von Dufys Werk ausmacht: die Trennung von Farbe und Zeichnung.
Während er das Treiben der Urlauber an der Mole von Trouville beobachtete, stellte er fest, dass der Farbfleck eines Objektes, dass schnell vor der Netzhaut vorbeizieht, länger im Gedächtnis bleibt, als die Konturen des Objektes. Daher kommt das sich Ausdehnens der Farbe über den Strich hinaus in Dufys Gemälden. Ab 1920 setzte er diesen Stil, der seiner Malerei einen sofort erkennbaren Charakter verlieh, in Werken wie "L'avenue du Bois de Boulogne" (1928) oder "Cérès au bord de la mer" (1928) ein. Für Dufy hatte die Farbe ihr eigenes Leben, das über das Objekt hinausgeht. Es sind die Farben, die seine Gemälde strukturieren, größere oder kleinere Zonen formen zu denen der Maler verschiedene Objekte zeichnet.
"La Fée Électricité"
1936 - 1937 realisierte Raoul Dufy für den Pavillon de l'Électricité der Weltausstellung in Paris das Wandgemälde "La Fée Électricité". Es stellt die Geschichte des Lichts dar, diese Allegorie vereint alle dem Maler wichtigen Themen: Landleben, Meer, Mythologie, Musik etc. Dieses Werk, das für lange Zeit das größte Gemälde (624 m²) der Welt war, kann heute im Musée d'art moderne de la Ville de Paris gesehen werden.
Obwohl ihm seine Krankheit starke Schmerzen verursachte und ihn fast zum Invaliden machte, malte er weiter. 1952 erhielt er den Großen Preis der Biennale von Venedig. 1953 zog er nach Forcalquier, wo er noch im selben Jahr starb. Drei Monate danach widmete ihm das Musée National d’Art Moderne de Paris eine erste große Retrospektive.
Werke
Das ganze Werk von Raoul Dufy auf der Webseite: http://www.raoul-dufy.com/
Nützliche Links
Offizielle Webseite von Raoul Dufy
Retrospektive von 2008 im Musée d'Art moderne de la ville de Paris
Galerie Fanny Guillon-Lafaille, Raoul Dufy Experte
Die Werke von Raoul Dufy in der ADAGP Bildbank
Die Produkte von Raoul Dufy bei Nouvelles Images
> Poster und Kunstdrucke
Identität
Nationalität(en) : Französisch
Geboren am : 03/06/1877
Gestorben am : 23/03/1953
Profil : Keramiker, Dekorateur, Zeichner, Graveur, Illustrator, Maler
Künstlerischer Stil : Kubismus, Fauvismus, Impressionismus
Behandelte Themen : Lebensstil, Blumen - Pflanzen, Landschaften - Natur, Portraits - Personen