Unsere Künstler
Niki de Saint Phalle
Niki de Saint Phalle hatte keinerlei künstlerische Ausbildung und wurde trotzdem einer der größten französischen Künstler. Die Karriere der Plastikerin, Malerin, Bildhauerin und Filmregisseurin war eine Reihe großer Erfolge. Dank ihres Stils und ihrer Art zu denken wurde sie Mitglied der Gruppe der "Neuen Realisten".
Biografie
Werdegang
Niki de Saint Phalle wurde 1930 in Frankreich geboren; ihr Vater war Franzose, ihre Mutter Amerikanerin. Ihr Vater verlor bei dem großen Börsenkrach von 1930 sein ganzes Vermögen und Niki de Saint Phalle zog mit ihrer Familie in die USA um.
Niki de Saint Phalle begann ihr Berufsleben als Mannequin für die Zeitschriften Vogue, Life und Elle. Mit 18 Jahren riss sie mit Harry Mathews aus und 1949 heirateten sie.
Beeinflusst von Hugh Weiss, begann sie Öl- und Guaschmalereien. Bereits mit ihrem ersten Werk, "Les Tirs", wurde sie berühmt. Die Besucher wurden eingeladen mit Karabinern auf Farbbeutel zu schießen, um die Gipsskulpturen damit zu besprengen.
Danach wurde sie Mitglied der "Neuen Realisten" und kreierte ihre Nanas , die die Rolle der Frau illustrieren. Diese Skulpturen wurden zur Referenz ihrer Karriere.
1952 zog sie nach Paris, um Theater zu studieren. Sie bereiste Südfrankreich, Spanien und Italien.
Nach einem Krankenhausaufenthalt wegen einer Depression 1953, flüchtete sich Niki in ihre Arbeit und wurde von vielen Künstlern dazu ermutigt ihren Stil zu entwickeln.
Der künstlerische Werdegang von Niki de Saint Phalle wurde von Künstlern, wie Antonio Gaudí, Paul Klee, Henri Matisse, Pablo Picasso und Henri Rousseau beeinflusst.
Zurück in Paris lernte sie Jean Tinguely kennen und begann mit ihm eine Zusammenarbeit. Zusammen realisierten sie von Juni bis September 1966 "Hon/Elle", eine 28 Meter hohe Skulptur einer liegenden Frau mit verschlungenen Beinen. Dieses Werk ist im Moderna Musset in Stockholm ausgestellt; die Besucher können das Innere und dessen Räume erkunden.
Im Auftrag der französischen Regierung kreierten Niki de Saint Phalle und Tinguely für die Expo’67 das "Paradis fantastique"(Fantastisches Paradies).
1971 trennte sie sich von Harry Mathews und heiratete Jean Tinguely, der auch vor kurzem geschieden worden war. Ihre künstlerische Zusammenarbeit ließ zahlreiche Projekte entstehen: "Le Cyclop" in Milly-la-Forêt, "Fontaine Stravinsky" in Paris, "Fontaine du Château-Chinon" et "Le Jardin des Tarots" in Italien.
1996 begann Niki de Saint Phalle mit "Gila", ein Spielehaus für Kinder in San Diego.
1997 beauftragte die Schweizerische Eisenbahn Niki de Saint Phalle mit der Realisation einer Skulptur für den Bahnhof in Zürich, "L’ange protecteur". Im darauf folgenden Jahr wurde der "Jardin des Tarots" offiziell eröffnet.
Für die Expo 2000 begann Niki die Restaurierung einer Grotte in Hannover und verwandelte sie in ein ganzheitliches Kunstwerk. Die Arbeiten begannen 2001 und waren 2003 abgeschlossen.
Am 21. Mai 2003 starb sie in San Diego an einer Lungenerkrankung, die durch die Materialien, die sie in ihrer Arbeit verwandt hatte hervorgerufen war.
Ausstellungen
1961 nahm Niki de Saint Phalle an der Gemeinschaftsausstellung "Comparaisons" im Musée des Arts Modernes in Paris mit "Portrait of my lover" teil.
Dann, im Juni, versammelte die Vernissage ihrer ersten eigenen Ausstellung in der Galerie J in Paris eine große Zahl von "Neuen Realisten".
Im Herbst präsentierte Niki ihre Arbeiten in der Ausstellung "The Art of Assemblage" im MoMA in New York.
1962 eröffnete Niki ihre erste Ausstellung in den USA, in der Alexander Iolas Gallery.
Ihre erste Ausstellung in Japan fand 1979 in der Galerie Watari in Tokio statt. 1980 organisierte dann der Centre Georges Pompidou ihr zu Ehren eine große Retrospektive.
1987 nahm Niki an der amerikanischen Retrospective "Fantastic Visions: Works by Niki de Saint Phalle" in Long Island teil.
2002 fand eine Niki de Saint Phalle Ausstellung im MAMAC in Nizza statt.
Werke
Hon, 1966, in Zusammenarbeit mit Jean Tinguely und Per Olof Uldvedt im Moderna Museet von Stockholm.
Le Paradis Fantastique, 1967.
Golem, 1972, Jerusalem.
Dragon de Knokke, 1973, Belgien.
Nanas, Hannover, 1973.
Tarot Garden, 1978 - 1998.
La Fontaine Stravinsky, 1983, Paris, in Zusammenarbeit mit Jean Tinguely.
La Fontaine de Château-Chinon, 1988, Zusammenarbeit mit Jean Tinguely
Noah's Ark, 1999, Jerusalem, in Zusammenarbeit mit Mario Botta.
Restauration der Grotte im Herrenhäuser Gärten in Hannover, 2001-2003.
Queen Califia's Magical Circle, Escondido, Kalifornien, 2000-2003.
Nützliche Links
Die offizielle Webseite über Niki de Saint Phalle.
Die Webseite der Fondation Niki de Saint Phalle.
Der Cyclop (Zyklop) von Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely.
Die Webseite des Niki Museums in Japan.
Niki de Saint Phalle und Hannover.
Die Produkte von Niki de Saint Phalle bei Nouvelles Images
> Poster und Kunstdrucke
> Postkarten
> Grußkarten
Identität
Nationalität(en) : Französisch
Geboren am : 29/10/1930
Profil : Architekt, Maler, Bildhauer
Künstlerischer Stil : Neuer Realismus, Pop-Art
Behandelte Themen : Schöne Künste, Architektur