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Nicolas de Staël
Nicolas de Staël nimmt in der Nachkriegskunst einen einzigartigen Platz ein. Seine Modernität, die Art Material und Farben einzusetzen bescherten ihm schnell internationale Anerkennung. Als Künstler mit einem tragischem Ende (Selbstmord mit 41 Jahren) war seine Karriere zwar kurz, aber sehr produktiv: in 15 Jahren realisierte er fast 1000 Werke (Gemälde, Zeichnungen und Collagen).
Biografie
Die ersten Werke
Nicolas de Staël wurde als Sohn einer russischen Aristokratenfamilie, die 1919 von Russland nach Polen und 1920 nach Belgien flüchtete, geboren. Beim Tod seiner Eltern 1922 wurde er von einem Brüsseler Ingenieur aufgenommen. 1932 ging er auf die Académie Royale des Beaux-Arts in Brüssel. Danach unternahm einer große Reihe von Reisen in Europa und Nordafrika. In Holland entdeckte er die Werke von Vermeer und Rembrandt, in Paris die von Cézanne, Matisse, Braque und Soutine. Zwischen 1934 bis 1937 bereiste er Spanien, Algerien und Marokko. Dort lernte er Jeannine Guillou, ebenfalls eine Malerin, die 1936 seine Frau wurde, kennen. Er begann Landschaften, Stillleben und Portraits von seiner Frau zu malen.
Die Abstraktion
1941 lernte der in Nizza leben Künstler Jean Arp, Sonia und Robert Delaunay, die seinen Übergang zur Abstraktion 1942 mit Komposition verursachten, kennen. Während der deutschen Besatzung von Paris realisierte er zahlreiche Zeichnungen, die in einer kleinen Galerie ausgestellt wurden. 1945 wurde eine erste Ausstellung seiner Gemälde veranstaltet. Es war die erste von vielen Ausstellungen in Frankreich und im Ausland, die ihm Erfolg bei Kritikern und Publikum bescherten. Die Gemälde von Nicolas de Staël übersetzen eine resolut moderne Vision des Raums. Farbe und Material nehmen ebenfalls einen zentralen Platz in seinem Werk ein. Oft setzte er in dieser Epoche für seine Gemälde Spachteln ein, was ihnen dicke Reliefs von übereinander liegenden Farbschichten gibt.
Die Rückkehr zum Gegenständlichen
1951/1952 war Nicolas de Staëls Abstraktion auf ihrem Höhepunkt. Aber genau in dieser Epoche kehrte er auch zum Gegenständlichen zurück. Diese Rückkehr ist durch ein lange Serie von Gemälden illustriert: Les Footballeurs. Danach behandelte er zahlreiche Themen: Sport, Orchester, Blumen, Stillleben und viele Landschaften, besonders seit er 1954 nach Antibes gezogen war. Er hörte aber nicht auf in den Gemälden seine Technik der großen, dominierenden Farbpaletten einzusetzen. In seinen letzten Gemälden verliert aber das Material an Dicke, der Strich wurde flüssiger und die Farben klarer.
„Mein ganzes Leben musste ich Malerei denken, Gemälde sehen, malen, um leben zu können, um mich von meinen Impressionen zu befreien, all diesen Sensationen, all diesen Ängsten, auf die ich nur eine Antwort fand, die Malerei.“ Nicolas de Staël
Werke
Brise-Lames, 1946-1947 (Wellenbrecher)
La Vie dure, 1946 (Das schwere Leben)
Les Toits, 1952 (Die Dächer)
Le Lavandou, 1952
Parc des Princes (Les Grands Footballeurs) (Die großen Fußballer)
L'Orchestre, 1953 (Das Orchester)
Les Musiciens, Souvenir von Sidney Bechet 1953 (Die Musiker)
Agrigente, 1953 (Agrigento)
Nützliche Links
Ausstellung im Centre Pompidou (2003): "dossier pédagogique"
Ausstellung im Centre Pompidou (2003): "présentation en images"
Nicolas de Staël in der online Kollektion des Centre Pompidou, Paris
Die Produkte von Nicolas de Staël bei Nouvelles Images
> Poster und Kunstdrucke
Identität
Nationalität(en) : Französisch, Russisch
Geboren am : 05/01/1914
Gestorben am : 16/03/1947
Profil : Zeichner, Maler
Künstlerischer Stil : Abstrakte Kunst
Behandelte Themen : Landschaften - Natur, Stillleben