Unsere Künstler

Jan Vermeer

Der 1632 geborene holländische Maler Jan Vermeer hatte eine kurze, wenig produktive Karriere: er hat ca. 40 Gemälde erschafffen, von denen 35 wieder gefunden und für echt befunden wurden. Die Biographen interessierten sich erst im 19. Jahrhundert für sein Werk.
Reste von Dokumenten und einige Aussagen von Künstlern erlaubten es, die Schlüsselmomente seines Leben zu rekonstruieren, aber das Geheimnis um ihn bleibt. Was den Journalisten der "Gazette der Schönen Künste",
Thoré Burger, der erste, der sich für Vermeer interessierte, veranlasste ihn die "Sfinx von Delft" zu nennen.

Biografie

Vermeer, Abstammung

Vermeer wuchs, dank seines Vaters, einem Hotelier und wohlhabenden Kunsthändler, in einer Umgebung, die der Kunst verschrieben war, auf. Sein Vater schickte ihn zur künstlerischen Ausbildung auf die sehr respektierte Sankt Lukas Gilde.
 
1652, beim Tod seines Vaters, übernahm Jan die Nachfolge als Kunsthändler.
Ein Jahr später heiratete er Catharina Bolnes, aus einer reichen katholischen Familie, deren Vorbehalte er durch seine Konvertierung zu deren Glauben aus dem Weg räumte.
Ab dieser Epoche war Jans finanzielle Situation nicht sehr gut. Trotz der Hilfe seiner Stiefmutter, bei der Vermeer und seine Frau ein Weile lebten, wurden seine Schwierigkeiten immer schlimmer: Bereits hoch verschuldet, mit einer Familie von
Fünfzehn Kindern (von denen fünf sehr jung starben) wurde das Leben der Familie Vermeer mit dem Tod seines wahrscheinlich größten Abnehmers seiner Gemälde, Pieter Claesz Van Ruijven, einer von Delfts Steuereinnehmern und großer Kunstsammler, zur Katastrophe.

Danach verhinderte der Krieg zwischen England und den Vereinten Provinzen jede Hoffnung auf eine Verbesserung der Situation. Seine Frau sagt bei seinem überraschenden Tod 1675: „Aus diesem Grund und wegen der großen Ausgaben für die Kinder, für die er keine eigenen Mittel mehr hatte, war er so bekümmert und wurde so schwach, dass er innerhalb von eineinhalb Tagen krank wurde und starb.“

Vermeer, ignorierter Maler

1663 berichtete Balthasar de Monconys, ein französischer Chronist und Kunstliebhaber, dass er, als er Vermeer besuchte, um seine Werke zu sehen, man ihn in eine Bäckerei geschickt hatte: Vermeer bezahlte seine Schulden mit seinen Werken. Da unterschätzte de Monconys Vermeers Produktion und beschrieb sein Werk als Objekte von wenig Wert. Von einem Gemälde sagte er: „[...] es kostete 1.000 Pfund, wobei, meiner Meinung nach, 6 Pistolen schon zu viel gewesen wären.“
 
Jedoch scheint es, dass Vermeer in der holländischen Stadt, die zum Haus von Oranien gehört, einen Ruf als innovativer Künstler genoss. Zunächst als Meister und dann als Präsident der Sankt Lukas Gilde wurde Vermeer von den Würdenträgern als Qualitätsmaler und dazu noch als Kunstexperte geschätzt.
Er wurde nach Den Haag an die Seite anderer Künstler berufen, um die von Friedrich Willhelm I., Kurfürst von Brandenburg, erworbenen Gemälde zu beglaubigen. Allem Anschein nach war seine Bekanntheit aber auf die kleine Provinz Delft beschränkt.

Vermeer, Maler von Interieurs

Jan Vermeers erste Werke verraten auf eklatante Weise den Einfluss von Jacob Van Loo oder von Carel Fabritius, Rembrandts begabtestem Schüler.
Aber Vermeer ist vor allem für seine Innenszenen des Lebens, in denen er dem Innenleben der Personen, und nicht ihren prosaischen Tätigkeiten, den Vorzug gab, bekannt. Der Künstler schaffte es Gefühle zu vermitteln, ohne Geschichten oder Anekdoten zu erzählen. Der mit einem sensiblen Tastsinn ausgestattete Vermeer, beherrschte die Behandlung und den Einsatz von Licht, und trug Farben in gestrichelten Linien auf, um den Dingen Relief zu geben. Seine Vorliebe für Blau und Gelb sowie sein Wille den Faltenwurf der Stoffe palpabel zu machen, finden sich besonders in drei seiner bekanntesten Ölgemälde wieder: "La Laitière", "
La Jeune Fille à La Perle" und "La Dentellière".
Bestimmte Experten vertreten die These, dass Vermeer eine
Camera obscura einsetzte, denn es ist erwiesen, dass er niemals die üblicherweise vor der Malerei gezogenen Linien zog. In Wahrheit meisterte Vermeer ganzheitlich die Techniken seiner Kunst: Harmonie der Perspektiven, Proportionen und die Feinheit in der Wahl der Pigmente. Alles, was diese irreelle Perfektion vermittelt.

Werke

- La Dentellière

- La Jeune Fille au Turban

- La Laitière

Die Produkte von Jan Vermeer bei Nouvelles Images

> Postkarten

Postkarten Junges Mädchen mit rotem Hut (Detail) Postkarten The Young Woman Wearing a Turban Postkarten Das junge Mädchen mit Turban (Detail)
Identität

Nationalität(en) : Niederländisch
Geboren am : 1632
Gestorben am : 1675
Profil : Maler
Künstlerischer Stil : Barock
Behandelte Themen : Schöne Künste, Portraits - Personen

Share