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Gustav Klimt

Gustav Klimt wird als der "Maler der Frau" bezeichnet und war eine der herausragenden Figuren des Symbolismus und Jugendstils. Er war einer der Gründer der Wiener Sezession, eine Künstlergruppe, die sich vom akademischen Stil abwandte. In seinen Gemälden behandelte Klimt Themen wie den Tod und Erotik, was oftmals Polemiken provozierte. Aber dank seines künstlerischen Genies war er beim Publikum und offiziellen Instanzen ein anerkannter Künstler.

Biografie

Klimt: Maler und Dekorateur

Der am 14. Juli 1862 in einem Wiener Vorort geborene Gustav Klimt zeigte schon früh seine Begabung für die Zeichnung und die Malerei. Von 1876 bis 1882 studierte er an der Wiener Kunstgewerbeschule und begann 1879 seine Karriere als Dekorateur im Atelier von Franz Matsch, das er zusammen mit seinem Bruder Ernst gegründet hatte. Er realisierte hauptsächlich Wanddekorationen an öffentlichen Gebäuden, die er in akademischer Tradition malte.

Sein Geschmack für das natürliche Detail und die Präzision seiner Portraits machten aus ihm schnell einen anerkannten Künstler. Sein Werk ist hauptsächlich gekennzeichnet von der Fülle an Details und dem Reichtum an Dekoration und Farbe. Auch ist er bekannt für die Verwendung von Gold in seinen Gemälden. 1888 wurden seine künstlerischen Qualitäten offiziell anerkannt: er erhielt von Kaiser Franz-Joseph I. das Goldene Verdienstkreuz für Kunst.

Bruch mit dem Akademismus: Kreation der Wiener Sezession 

Inspiriert von japanischen Grafiken, dem Symbolismus und dem Jugendstil verließ Klimt nach und nach den Akademismus. Er empfahl die Renaissance der Kunst gegen die moralische Ordnung und gründete 1897 mit anderen Künstlern die Wiener Sezession. Diese Gruppe, die über ihre eigene Ausstellungshalle und eine illustrierte Zeitschrift verfügte, befürwortete die Verbreitung des Jugendstils in Österreich.

In dieser Periode war der Künstler sehr produktiv, er schuf zahlreiche Gemälde und ungefähr 4000 Zeichnungen. Speziell die "Pallas Athene" markiert seine Befreiung von der offiziellen Kunst.

Sein Hauptwerk dieser Epoche war eine Auftragsarbeit für die Wiener Universität, eine dreiteilige Allegorie, die Philosophie, Medizin und Recht darstellen. Diese monumentalen Gemälde lösten wegen ihres erotischen Charakters und der Asymmetrie in der Komposition eine große Polemik aus. Die "Philosophie" erhielt 1900 auf der Weltausstellung von Paris die Goldmedaille.

Klimt, österreichische Figur des Jugendstils und des Symbolismus

1905 verließ Klimt aufgrund von Unstimmigkeiten die Wiener Sezession. Er verfeinerte seinen Stil und realisierte einige seiner berühmtesten Werke: Judith I (1901), Danaë (1906) und Der Kuss (1907-1908). Das Thema der dominierenden Frau wiederholt sich in Klimts Werken, ebenso wie der Tod und Erotik.
Er malte auch einige Landschaften, in denen keine Personen vorkommen, was ihnen eine besonders heitere Atmosphäre verleiht. Im Ersten Weltkrieg akzeptierte er keine öffentlichen Aufträge mehr und realisierte Portraits für private Mäzene. Dieser quasi mondäne Beruf des Portraitisten ermöglichte ihm eine präzisere Konzeption der Frau im Gemälde.
Der 1918 an einem Gehirnschlag verstorbene Gustav Klimt war Egon Schiele und Oskar Kokoschka Vorbild und Meister und wurde vom "Blauen Reiter" als der Vorreiter der lyrischen Abstraktion bezeichnet.

Werke

Die Wandmalereien der Wiener Universität
Die Mosaike des Palais Stoclet in Brüssel
Birkenwald, 1901
Judith I, 1902
Émilie Flöge, 1902
Le Chevalier d'or, 1903
Judith II, 1909
Wasserschlangen I
, 1904
Adele Bloch-Bauer I, 1907
Der Kuss,
1907
Adele Bloch-Bauer II, 1912
Die Jungfrau, 1913
Der Beethovenfries des Sezessionsgebäudes in Wien 

Nützliche Links

Klimt (2006), ein Film von Raoul Ruiz mit John Malkovich in der Rolle des Malers.

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Identität

Nationalität(en) : Österreichisch
Geboren am : 14/07/1862
Gestorben am : 06/02/1918
Profil : Maler
Künstlerischer Stil : Jugendstil, Klassizismus, Symbolismus
Behandelte Themen : Liebe - Freundschaft, Portraits - Personen, Architektur

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