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Fra Angelico
Der Schutzpatron der Künstler und Maler, Fra Angelico, ist eine zentrale Figur der Italienischen Renaissance. Der Maler und Priester faszinierte über die Jahrhunderte hindurch wegen seinem künstlerischen Talent und seiner beispielhaften Frömmigkeit. In dem er die künstlerischen Verfahren des Quattrocento an sein religiöses Konzept der Malerei anpasste, realisierte Fra Angelico ein gleichzeitig einzigartiges und hoch spirituelles Werk.
Biografie
Die künstlerische und religiöse Ausbildung von Guido di Pietro
Frau Angelico wurde um 1400 in der Toskana als Guido di Pietro geboren und trat sehr jung dem Dominikanerorden der Bruderschaft San Niccolò di Bari bei. Er respektierte die vom heiligen Dominikus aufgestellten Regeln, d.h. Armut und Askese: „Wahrer Reichtum ist, sich mit wenig zu begnügen.“ Parallel dazu bekam er eine Ausbildung als Illuminator und realisierte "San Domenico in gloria" (1424); von dieser Miniaturmalerei behielt er die minutiöse Feinheit, die sein Werk auszeichnet.
Seine künstlerische Ausbildung wurde in Florenz fortgesetzt: beeinflusst von Lorenzo Monaco verwendete Fra Angelico wenig naturelle und kräftige Farben, die zusammen mit einem sehr starken Licht die Illusion der mystifizierten heiligen Szenen noch verstärkt. Er malte unter anderem die "Incoronazione della Vergine" (um 1420) et "Annunciazione" (um 1426), bewahrt im Prado Museum in Madrid. 1427 erhielt Guido di Pietro die Priesterweihe und wurde zu Fra Giovanni.
Fra Giovanni, Priester und Maler
Fra Angelico faszinierte lange Zeit, da er nicht nur ein wichtiger Maler des Quattrocento, sondern auch ein "heiliger Mann", Priester und Bruder der Dominikaner, war. Er erfüllte seine Berufung als Prediger, in dem er Fresken und Altaraufsätze für viele Städte malte. Zwischen 1430 und 1433 realisierte er das "Jüngste Gericht", das einen neuen Aspekt der Perspektive aufzeigt. Ungefähr 1434 malte er "Annunciazione di Cortona", das heute im Museo diocesano di Cortona bewahrt wird.
Um 1436 vertraute ihm Cosmo de Medici die Dekoration des an, das sich im künstlerischen Herzen Europas befand. Dort perfektionierte Fra Angelico seine Kunst an der Seite seiner mächtigen Mäzene. Seine Arbeiten wurden langsam bekannt und 1445 wurde er von Papst Eugen IV. nach Rom eingeladen. Um 1447 malte er mit seinem Schüler Benozzo Gozzoli die Kapelle der Orvieto Kathedrale. 1450 malte er die Kapelle von Nikolaus V. in Rom, während er gerade zum Erzpriester von Florenz ernannt worden war.<//a>florentinischen Klosters von San Marco
Fra Angelico und die Frührenaissance
Obwohl Fra Angelico einer der großen Maler des Quattrocento war, blieb er den Traditionen des Trecento treu. Seine Kunst gehört ebenso zur Gothik wie zur Renaissance. Ausgebildet in Florenz, der Hochburg der Renaissance, war er doch neuen künstlerischen Theorien gegenüber aufgeschlossen, besonders gegenüber der Perspective: sie ermöglichte es den Figuren eine neue Präsenz und Glaubwürdigkeit zu geben.
Fra Angelico adaptierte diese neuen Verfahren an sein religiöses Konzept der Kunst und scheute sich nicht sie zu verfremden. Verankert in der mittelalterlichen Vision der Kunst, hatte laut Fra Angelico die Malerei eine fromme Berufung. Deshalb versuchte er immer die göttliche Herrschaft über den Menschen zu repräsentieren und nützte moderne Techniken nur zur Verstärkung des heiligen Aspekts seiner Malerei.
Fra Angelico, der Mythos vom mystischen Maler
Durch sein künstlerisches Genie und seine beispielhafte Frömmigkeit inkarnierte Fra Angelico den Mythos vom mystischen und "seligen" Maler. Der Legende nach soll er nie einen Pinsel angefasst haben, ohne vorher ein Gebet gesagt zu haben. Michelangelo sagte über ihn: „Dieser gute Priester hat das Paradies besucht und es hat ihm erlaubt seine Modelle auszusuchen.“ Diese angebliche Vertraulichkeit mit den Engeln soll ihm auch seinen Spitznamen eingebracht haben.
Er respektierte immer sein Gelübde der Armut und legte eine tiefe Bescheidenheit an den Tag, selbst als er international bekannt wurde lehnte er jedwede Ehrung ab. Für den Priester galt: „Wer Gottes Werk vollbringt, soll mit Gott leben.“ 1984 wurde Fra Angelico mehr als 500 Jahre nach seinem Tod in Rom von Papst Johannes-Paul II. heilig gesprochen. Er wurde auch zum Schutzpatron der Künstler und Maler bestimmt.
Werke
Gemälde
Annunciazione, um 1426
Annunciazione di Cortona, 1434
Deposizione dalla Croce, 1436
Fresken
Das Jüngste Gericht, 1430-1433
Fresken des Klosters San Marco, um 1438-1450
Nützliche Links
Il Museo nazionale di San Marco, im Herzen des Klosters San Marco in Florenz, das den Großteil von Fra Angelicos Werk bewahrt..
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Identität
Nationalität(en) : Italienisch
Geboren am : vers 1400
Gestorben am : 18/02/1455
Profil : Dekorateur, Maler
Künstlerischer Stil : Klassizismus, Renaissance
Behandelte Themen : Religion