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Amedeo Modigliani

Der italienische Maler, Zeichner und Bildhauer Amedeo Modigliani hat den Beginn des 20. Jahrhunderts mit einem zugleich erstaunlichen, wie auch stark beeinflussten Werk markiert. Hauptsächlich bekannt geworden mit seinen Portraits und Frauenakten, ist Modigliani auch die Inkarnation des verfluchten Künstlers.

Biografie

Modigliani, der Mythos vom verfluchten Künstler

Amedeo Modigliani inkarniert allein alle Facetten des verfluchten Künstlers. Er wurde am 12. Juli 1884 in eine jüdische Familie geboren. Seine Kindheit waren von Armut und Krankheit gezeichnet. Sein Talent für die Zeichnung kam sehr früh zum Vorschein und 1902 ging er auf die Scuola Libera di Nudo der Akademie der Schönen Künste in Florenz. Danach bildete er sich in Venedig weiter, wo er bis zu seiner Abreise 1906 nach Paris blieb. Modigliani zog nach Montmartre und lernte die Gruppe des Bateau Lavoir kennen. Er verkehrte u. a. mit Pablo Picasso, Jean Cocteau, Max Jacob oder auch Apollinaire, die seine treuesten Freunde wurden. Der Drogenabhängige und Alkoholiker führte ein tumultreiches Leben und starb am 24. Januar 1920 in Paris. Seine junge Frau Jeanne Hébuterne beging am Tag nach seinem Tod Selbstmord. Ihre verwaiste Tochter, Jeanne Modigliani (1918 – 1984), schrieb eine anerkannte Biographie über ihren Vater, mit dem Titel "Modigliani: Homme et mythe" (Modigliani: Mann und Mythos).

Erste Bildperiode

Modigliani ist hauptsächlich für seine Portraits und Frauenakte, seine beliebtesten Themen, bekannt. Als er 1906 in Paris ankam, ließ er sich von den Werken seiner Lehrer inspirieren: Toulouse-Lautrec, Cézanne und Picasso. Er fiel durch die Geschwindigkeit der Ausführung seiner Bilder auf, wobei er nie ein Gemälde oder eine Zeichnung später veränderte. Von dieser ersten Bildperiode gibt es nur sehr wenige Bilder, die von seiner Entwicklung erzählen können. Man kann aber in "Nu assis" (Nackt sitzend) oder im "Portrait de la juive" (Portrait der Jüdin) von 1908 einen gewissen expressionistischen Einfluss feststellen. Cézannes Einfluss herrscht in den Portraits "Alexandre Père" (Alexandre Vater) und "Alexandre Fils" (Alexandre Sohn) von 1909, oder auch in den Gemälden "Le Joueur de violoncelle" (Der Cellist) und "Le Mendiant" (Der Bettler) von 1909 vor.

"Kunstzeichnung ist gegen Verpflichtungen ankämpfen", Amedeo Modigliani

Zwischen 1909 und 1914 widmet sich Modigliani ausschließlich der Bildhauerei und der Zeichnung. Inspiriert von afrikanischer Kunst und griechischen Statuen, sind seine Statuen an ihren mandelförmigen Augen und ihren langen Hälsen erkennbar. Modigliani präsentierte 1912 eine Serie auf dem Salon d’Automne, aber seine Gesundheit zwang ihn die Bildhauerei aufzugeben und sich der Malerei, besonders dem Portrait, zu widmen. Die letzte Periode (1915 - 1920) ist der bekannteste Teil seines Werkes. Er malte die Portraits seiner Freunde (Max Jacob, 1916), wie auch die von Unbekannten "Petit Paysan", (Kleiner Bauer), 1918, wobei er teilweise von Gauguin für die Formen der Gesichter inspiriert war.  Modigliani realisierte auch Akte nach Modellen "Nu couché"  (Liegender Akt) 1916 sowie mehrere Portraits seiner Frau Jeanne.

Obwohl er der Geburt von Kubismus und dem Aufblühen des Surrealismus beiwohnte, waren Amedeo Modigliani die Theorien seiner Epoche gleichgültig und er bekannte sich zu keiner künstlerischen Bewegung. Seine Gemälde streifen den Fauvismus, den Expressionismus und den Kubismus. Genährt von multiplen Einflüssen, bleibt sein Werk, obgleich kohärent in sich selbst, stilistisch unklassifizierbar.

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Identität

Nationalität(en) : Italienisch
Geboren am : 12/07/1884
Gestorben am : 24/01/1920
Profil : Zeichner, Maler, Bildhauer
Behandelte Themen : Schöne Künste, Portraits - Personen

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