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Alberto Giacometti
Der Schweizer Bildhauer, Zeichner und Maler Alberto Giacometti ist dank seiner voluminösen, glatten, erotisch angehauchten Skulpturen auf der ganzen Welt bekannt. Ständig auf der Suche nach der "wahren Wahrheit", experimentierte er mit verschiedenen Stilen, Studienobjekten und Formen und schuf so sein einzigartiges und freche Werk.
Biografie
Einführung in die Kunst
Alberto Giacometti wurde am 10. Oktober 1901 in Stampa geboren. Als Sohn eines neoimpressionistischen Malers wurde er schon in frühester Jugend mit der Malerei vertraut.
Nach seinem Studium an der Ecole des Beaux-Arts in Genf, zog er 1922 nach Paris und besuchte die Bildhauerkurse von Antoine Bourdelle, ein Jünger von August Rodin. Seine ersten Werke aus Gips wurden stark vom Kubismus, der afrikanischen Kunst und griechischen Statuen beeinflusst. Eine der bekanntesten ist und bleibt "La femme cuillère" von 1926.
1929 lernte er Jean Cocteau und André Masson kennen, die ihn ins Milieu der Surrealisten einführten.
Der Surrealist Alberto Giacometti
Als er sich der Surrealistengruppe anschloß, begann für Alberto Giacometti ein erfolgreicher und mondäner Lebensabschnitt. Er malte, bildhauerte und schrieb auch zahlreiche Texte für den "Le Surréalisme au service de la révolution" (Der Surrealismus im Dienste der Revolution). 1931 schuf er die Skulpturen "Femme couchée" (liegene Frau), "Objet désagréable à jeter" (Unangenehmes Objekt zum Wegwerfen) und 1934 "L’Objet invisible" (Das unsichtbare Objekt). Die dominierenden Themen sind Gewalt, Leere, Angst …
Später zerstörte Giacometti viele der in dieser Epoche geschaffenen Werke, da er sie für "katastrophal, eine totale Sackgasse" hielt.
Zurück zur gegenständlichen Kunst
Ab 1935 wendete sich Alberto Giacometti dem Modell zu und interessierte sich für das Studium des menschlichen Kopfes, und ganz besonders des Blicks. Diese Rückkehr zur figurativen Kunst wurde von einer Rückkehr zum Wesentlichen, oder sogar Einfachheit, begleitet. So blieb er auch seit 1927 in seinem Atelier in der Rue Hippolyte-Maindron. Giacometti ist ständig auf der Suche nach Wahrheit: "Kunst und Wissenschaft sind der Versuch zu verstehen." Diese Suche wird in der Schwierigkeit die Wahrheit der Formen im Raum zu erfassen übersetzt. Er schuf Skulpturen, die in eine Streichholzschachtel passen und später Werke in kolossalen Dimensionen, wobei er ständig seine Personen retuschierte, um Überflüssiges wegzunehmen.
Nach dem Krieg: die Stunde der Anerkennung
Ab 1947 wandte sich Giacometti von unbeweglichen Statuen ab und begann Personen in Bewegung zu schaffen, wie den berühmten "Homme qui marche" (Der schreitende Mann), 1947. Er enthüllte auch seine Gemälde und Zeichnungen, hauptsächlich Portraits, die er aus der Erinnerung oder nach Modellen, die bekanntesten waren sein Bruder Diego und seine Frau Annette, realisiert hatte. Auf dem Höhepunkt seines Bekanntheitgrades wurde er 1962 mit dem Preis für Bildhauerei der Biennale von Venedig ausgezeichnet.
Alberto Giacometti starb am 11. Januar 1966 an Krebs. Seine Witwe gründete 1988 die Fondation Alberto und Annette Giacometti mit Sitz in Paris.
Werke
Skulpturen
Femme cuillère, 1926 (Löffelfrau)
Homme et femme, 1929 (Mann und Frau)
Objet désagréable à jeter, 1931 (Unangenehmes Objekt zum Wegwerfen)
Femme égorgée, 1932 (Frau mit durchschnittener Kehle)
Table surréaliste, 1933 (Surrealer Tisch)
Le Palais à quatre heures du matin, 1933 (Der Palast um 4 Uhr früh)
L’Objet invisible, 1934 (Das unsichtbare Objekt)
La Femme qui marche, 1934 (Die schreitende Frau)
Le Nez, 1947 (Die Nase)
Tête sur tige, 1947 (Kopf auf Stiel)
Homme qui marche, 1947 (Der schreitende Mann)
Femme debout sur socle cubique, 1953 (Aufrecht stehende Frau auf kubischem Sockel)
Gemälde
Auto-portrait, 1921 (Selbstbildnis)
La Mère de l’artiste, 1937 (Die Mutter des Künstlers)
Pomme sur un buffet, 1937 (Apfel auf Büffet)
Paysage à Stampa, 1952 (Landschaft in Stampa)
Rue d'Alésia, 1954
Annette dans le studio, 1954 (Annette im Studio)
Yanaihara, 1958
Annette, 1962
Nützliche Links
Die Produkte von Alberto Giacometti bei Nouvelles Images
> Poster und Kunstdrucke
> Postkarten
Identität
Nationalität(en) : Schweizerisch
Geboren am : 10/10/1901
Gestorben am : 11/01/1966
Profil : Zeichner, Maler, Bildhauer
Künstlerischer Stil : Kubismus, Surrealismus
Alberto Giacometti (PH1689)